Cloud Server versus Inhouse Server

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Gegenüberstellung: Cloud Server versus Inhouse Server


Wird bei einem Unternehmen die Server-Landschaft auf- oder ausgebaut, stellt sich als Erstes die Grundfrage: Sollen die Server im Hause stehen oder eignet sich eine Cloud-Lösung eher?

Diese Frage hängt von den Bedürfnissen und Anforderungen des Unternehmens ab. Die beiden Varianten unterscheiden sich grundsätzlich in der Form, wie die Server-Leistung bereitgestellt wird. Befindet sich der Server in der Cloud, wird er von einem Datencenter-Anbieter gehostet und die Leistungen werden über das Internet abgerufen. Ein Inhouse-Server, häufig auch als «On Premise Server» bezeichnet, steht hingegen in den Räumlichkeiten des Unternehmens und stellt die Leistungen über dessen Netzwerk bereit.

Die wichtigsten Aspekte für einen Entscheid sind:

Sicherheit

Cloud Server

Beim Cloud Server ist der Anbieter für die Sicherheit verantwortlich. Seriöse Anbieter halten sich strikt an ihre Sicherheitspraktiken und weisen sich oft mit Sicherheits-Zertifikaten aus. Professionelle Datencenter sind meist auf einem wesentlich höheren Sicherheitsniveau als dies Unternehmen in ihren eigenen Serverräumen aufbauen können. Neben der Klimatisierung gibt es im Normalfall eine Brandschutzanlage, restriktive Zugangskontrolle, Notstromversorgung und regelmässige Backups in ein georedundantes Datencenter.

Wichtig ist, dass man die Service Level Agreements (SLA) des Anbieters genau prüft. Beispielsweise, ob die notwendigen Verfügbarkeiten, Backups, Ausfallzeiten und lokaler Support gewährleistet sind.

Inhouse Server

Bei Inhouse Server ist die Organisation selbst für die Sicherheit zuständig. Das bedingt Fachleute, die ein den Anforderungen entsprechendes Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Management aufsetzen. Dennoch sind Inhouse-Standorte in Katastrophensituationen meist anfälliger für Datenverlust.

Aber kritische Daten bleiben im Haus und sind immer unter eigener Kontrolle. Für den Zugriff auf die Daten ist das Unternehmen nicht auf eine funktionierende und genügend schnelle Internetverbindung angewiesen.

Kosten

Cloud Server

Die Kosten sind in der Startphase geringer und werden normalerweise pro Benutzer berechnet. Bezahlt werden immer nur genau die Leistungen, die in Anspruch genommen wurde. Zudem sind die Ausgaben im Voraus klar kalkulierbar und werden in regelmässigem Rhythmus verrechnet. Unternehmen müssen sich nicht um Hardware-Investitionen kümmern, die Kosten steigen linear zum Unternehmenswachstum. Längerfristig gesehen sind Unternehmens-Server in der Cloud jedoch kostspieliger.

Inhouse Server

Bei On-Premise-Lösungen sind die Investitionskosten zu Beginn hoch, zumal Leistungsreserven beim Server miteinberechnet werden müssen. Darüber hinaus müssen die laufenden Ausgaben für Wartung, Hardware und IT-Personal bezahlen miteingerechnet werden. Mit der Abschreibung sinken die Kosten aber im Verlauf des System-Lebenszyklus.

Setup-Änderungen und Skalierung

Cloud Server

Bei Cloud-Lösungen ist man in Bezug auf Setup-Änderungen weniger flexibel, da diese mit dem Datencenter-Anbieter koordiniert werden müssen. Allerdings sorgt der Cloud-Anbieter selbst für ständige Upgrades und die System-Stabilität. Geht es jedoch nur darum, den Speicherplatz zu erweitern oder ein paar zusätzliche Postfächer für neue Mitarbeiter aufzuschalten, ist dies im Datencenter schnell und unbürokratisch möglich. Die Server können im Normalfall stufenlos skaliert werden.

Inhouse Server

Unternehmen, die vor Ort hosten, können Änderungen im Setup unabhängig und selbstständig implementieren, sofern sie Fachleute dafür haben. Sie sind jedoch auch für alle Software-Upgrades und notwendige Systemerweiterungen selbst zuständig. Bei Inhouse Servern muss bei der Anschaffung die Dimensionierung sehr wohl überlegt werden und die Optionen für einen weiteren Ausbau zu späterem Zeitpunkt ist ein wichtiges Auswahlkriterium.

Implementierung

Cloud Server

Cloud-Lösungen können in der Regel in sehr kurzer Zeit implementiert werden. Bedingung ist immer, dass das Unternehmen über eine genügen starke Internetverbindung zum Datencenter verfügt. Kapazitätsanpassungen können analog zu den Anforderungen des Unternehmens fortlaufend gemacht werden.

Inhouse Server

Unternehmen haben mehr Kontrolle über die Implementierung, es dauert jedoch oft länger, bis der Server seinen Betrieb aufnehmen kann.

Die wichtigsten Pro und Contras im Überblick

Cloud Server

PROCONTRA
Keine InvestitionenKritische Daten verlassen das Haus
Garantierte Verfügbarkeit durch SLAAbhängigkeit vom Cloud-Anbieter
Speicher und Leistungen können stufenlos erhöht werdenGesamtkosten tendenziell höher
Kein Serverraum vor Ort erforderlichDatenwiederherstellung kann zeitaufwändig sein
Kein Fachpersonal für Unterhalt nötigKein Zugriff auf Daten wenn die Internetverbindung ausfällt.

On Premise Server

PROCONTRA
Physische Kontrolle über ServerErfordert Kapitalinvestition bei der Anschaffung
kritische Daten bleiben im HausBenötigt Platz im Rack und/oder Serverraum
Datenzugriff ohne Internet-Verbindung gewährleistetUnterhalt muss im Unternehmen gemacht werden
Kann für kleine und mittlere Unternehmen kostengünstiger seinIn Katastrophensituationen anfälliger für Datenverlust
Keine Verfügbarkeit garantiert

Kombination, die sogenannte Hybridlösung

Es gibt also für jedes der beiden Setups einige Vor- und Nachteile. Aus diesem Grund ist häufig ein Hybridmodell - eine Kombination aus Inhouse- und cloudbasierten Lösungen die bevorzugte Wahl. Durch die Hybridisierung können die individuellen Vorteile aus beiden Setups genutzt werden.

Die Server im eigenen Haus zu haben, eignet sich für Unternehmen, die sich nicht auf das Internet verlassen wollen. Gleichzeitig können Unternehmen die Vorteile einer Cloud-Lösung wie Microsoft Exchange E-Mail nutzen, um Benutzern die Möglichkeit zu geben, von überall her eine Verbindung mit hoher Verfügbarkeit herzustellen.

Ein hybrides Servermodell bietet Unternehmen auch mehr Datensicherheit, weil sie beispielsweise ihre Daten auf einem Server vor Ort sowie in einer Cloud-Lösung doppelt sichern.

Ein klassisches Server Hybridmodell für einen Kleinbetrieb kann beispielsweise wie folgt aussehen: Das Unternehmen verfügt über einen Vor-Ort-Server mit lokalem Sicherungsspeicher. Mitarbeiter greifen vom Büro aus über das lokale Netzwerk auf ihre Desktops, Anwendungen, Dateien, Drucker und E-Mails zu. Gleichzeitig werden Daten zusätzlich auf einem cloudbasierten Backup-Speicher gesichert. Die E-Mail Postfächer der Mitarbeiter befinden sich vollständig in der Cloud mit Microsoft Hosted Exchange. Durch die Cloud-Konfiguration können Mitarbeiter unabhängig von ihrem Aufenthaltsort auf ihre Desktops, Anwendungen, Dateien, Drucker und E-Mails zugreifen.
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Fazit

Die beiden Server Varianten haben gute Gründe die für sie sprechen. Was im eigenen Unternehmen bleiben soll und was besser in die Cloud ausgelagert wird, ist letztlich abhängig von den Erfordernissen des jeweiligen Unternehmens. Der erste Faktor dabei ist, wie wichtig die Verfügbarkeit ist. Betreibt ein Unternehmen vorrangig Online-Business ist die Verfügbarkeit geschäftskritisch und entsprechend hoch einzustufen. Ein solches Unternehmen wird bereit sein für eine cloudbasierte Lösung, die eine gewisse Verfügbarkeit garantiert, mehr zu zahlen.
Andere Unternehmen können sich im Schadenfall nicht leisten, wenn sie durch das Datarecovery über Stunden oder gar Tage nicht mehr auf ihr ERP Zugriff haben. Dann ist ein Inhouse Server inklusive einem lokalen Backup die bessere Lösung.

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